Über Berlin

 

Berlin – Eine Metropole im Wandel

Keine andere klassische europäische Metropole hat in kurzer Abfolge derart viele dramatische historische Umbrüche erlebt wie Berlin. Keine andere Hauptstadt hat so oft, so schnell und so nachhaltig ihr Gesicht verändert, wie die Stadt an Spree und Havel.

Heutzutage ist Berlin wieder eine kulturelle Oase, die, auf einer Reise durch den alten Kontinent, unmöglich zu umfahren ist: Berlin ist viel mehr als die simple Summe seiner historischen Sehenswürdigkeiten und einer größeren Wasser- und Waldfläche als jede andere Stadt Europas hat. Darüber hinaus ist Berlin die einzige Stadt der Welt, in der aufgrund der 28-jährigen Teilung viele Institutionen doppelt existieren, z.B. Universitäten, Opernhäuser, Nationalgalerien und Zoos oder Kirchenruinen, die als Kriegsdenkmäler dienen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin_Anhalter_Bahnhof    1900
Vom größten Reisebahnhof des europäischen Kontinents fuhren Deportationszüge mit jüdischen Einwohnern ins Ghetto von Theresienstadt.  Foto: Jean-Pierre Dalbéra
Anhalter Bahnhof
Überreste des Anhalter Bahnhofs in Berlin-Kreuzberg    2017

Die im späten 12. Jahrhundert an einer Furt gegründete Ansiedlung diente ab 1415 als Herrschaftssitz der Brandenburger Kurfürsten. Rund 500 Jahre lang herrschte hier später das Adelsgeschlecht der Hohenzollern – zuerst über die Mark Brandenburg, ab 1701 über das Königreich Preußen und ab 1871 über das neugegründete Deutsche Reich.

Durch die Reichsgründung wuchs die beschauliche Residenzstadt Preußens in atemberaubendem Tempo zur Metropole heran. Die Einwohnerzahl explodierte geradezu: 1877 war Berlin Millionenstadt, 1905 wurde bereits die Zwei-Millionen-Grenze überschritten. Der Wirtschaftsboom der Gründerzeit schlug sich deutlich im Stadtbild nieder: Prachtvolle Boulevards, noble Stadtviertel und prunkvolle Gebäude entstanden, Bankpaläste, Kaufhaustempel und Hotels schossen aus dem Boden und wetteiferten mit ihren schmuckvollen Fassaden um die Aufmerksamkeit der Flaneure. Immer höher und dichter wurde gebaut. Repräsentative Monumentalbauten strahlten Glanz und Gloria des Kaiserreichs aus. Motorisierte Verkehrsmittel (Vans zur Personenbeförderung gab es derzeit noch nicht) verdrängten die behäbigen Pferdefuhrwerke, um die Massen durch die wachsende Großstadt zu transportieren.

Nach dem Ende des ersten Weltkriegs, genannt ‘Der Krieg, der alle Kriege beendet’, und der deutschen Monarchie im Jahre 1918 erlebte Berlin eine neue kulturelle und geistige Blüte. In den Goldenen Zwanzigern war die deutsche Hauptstadt mit vier Millionen Einwohnern eine der größten Städte der Welt und viel bestauntes Experimentierfeld der modernen Künste. In der damals wichtigsten Industriestadt Deutschlands wurden technische Neuheiten entwickelt, die aus dem heutigen Alltagsleben kaum mehr wegzudenken sind.

Die Lebendigkeit und Liberalität der Weimarer Republik wurde der Stadt jäh genommen, als 1933 die Nazis die Macht in Deutschland übernahmen und ihr Terrorregime errichteten (Welthauptstadt Germania). Nach dem Zweiten Weltkrieg, in den Hitler das Land geführt hatte, lag Berlin weitgehend zerstört darnieder. Dieser neuerliche Wendepunkt in der Stadtgeschichte markiert den Beginn des bitter Kalten Kriegs, in dem Berlin, von den Großmächten in Sektoren aufgeteilt und 1961 durch die Mauer in zwei absolut unterschiedliche Stadthälften gespalten, zur Frontstadt zwischen den beiden Weltmächten wurde.

Berliner Mauer

Nach der friedlichen Revolution in der DDR und der Wiedervereinigung Deutschlands erhob sich die einst geteilte Stadt wie Phönix aus der Asche. Der Beschluss von 1991, Berlin zur Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland auszubauen, löste einen Bauboom ohnegleichen aus, der das Leben und das Bild der Stadt abermals tiefgreifend veränderte. Im Stadtzentrum entstanden spektakuläre Neubauten. Weltberühmte Plätze, die durch die Berliner Mauer für immer verloren schienen, konnten wieder bebaut werden. Am Pariser Platz und am Potsdamer Platz, einst Ödländer an der Mauer, pulsiert das Leben – auch das verlockende Party- und Nachtleben – wie nie zuvor. Anfang 2018 lebten wir genauso lange ohne, wie einst mit dieser Schandmauer. Für Touristen kann die Berliner Mauer (virtuell) wieder fallen: Virtual-Reality-Unternehmen bieten eine neue Sichtweise auf historische Stätten.

Derzeit ist Berlin faszinierender, internationaler (53% aller Berliner – Tendenz steigend – sind Zugereiste und Berliner Tröpfchen), überraschender und auch hipp(st)er und nipster*, und vielleicht deshalb, teurer denn je. Dennoch ist Berlin seit Sommer 2018 nach London und New York die drittattraktivste Weltstadt für Arbeiternehmer, Freiberufler und Start-Up-Unternehmen. Aber nur wenige Einwohner profitieren von der andauernden Gentrifizierung und dem absurden, stetig zunehmenden Massentourismus!

*Der “Nipster” ist die neueste Modeerscheinung in Deutschlands rechtsextremer Szene. Nipster (Neonazi-Hipster) ist ein umgangssprachlicher Begriff, der in Deutschland verwendet wird, um junge Neonazis zu bezeichnen, die Aspekte der Hipster-Kultur angenommen haben. Die stilisierte Selbstdarstellung einer neuen rechtsextremen Generation trägt dazu bei, jüngere Mitglieder zu gewinnen.

 

Vor wenigen Jahrhunderten, auf den Grand Tours (Bildungsreisen durch Europa) und während der Romantik, erfuhren Adelige, Großbürger, später auch Künstler und Intellektuelle Berlin.

Erfahre nun Du mit uns – im Van  den radikalen Wandel und die erstaunlichen Veränderungen, die Berlin und seine verführerische Umgebung im turbulenten 20. Jahrhundert und zu Beginn des neuen Jahrtausends durchlaufen hat und werfe auch einen Blick in seine nahe Zukunft.

 

Wer das Internet nutzt, sichtet Welten. Wer die Welt besichtigt, fächert Sichten.

Peter Schmiedchen

 

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